Anästhesie

Während und nach der Operation betreut und überwacht Sie ein erfahrenes Team bestehend aus Anästhesieärztinnen und Anästhesieärzten sowie Anästhesiepflegepersonal. Auch bei Notfällen und Reanimation steht Ihnen unser Team zur Seite. 

Die Anästhesie hat in den letzten Jahrzehnten sehr grosse Fortschritte gemacht. Heute sind nicht nur die Medikamente sicherer, sie lassen sich auch höchst präzis dosieren. Moderne Apparate zur Überwachung verschiedener Körperfunktionen ermöglichen zudem, atypische Verläufe rechtzeitig zu erkennen und sofort zu reagieren. Nicht zuletzt sind heute die meisten Massnahmen zur Reduktion von Fehlern in der Anästhesie Standard. So kontrollieren unsere Fachärzte vor einer Operation – ähnlich wie Pilotinnen vor dem Abflug – sämtliche sicherheitsrelevanten Aspekte anhand einer Checkliste.

In einem persönlichen Gespräch vor einem Eingriff besprechen wir mit Ihnen den genauen Ablauf Ihrer Narkose, um so auch allfällige Ängste vor einer Anästhesie zu verringern. Jede Narkoseplanung berücksichtigt einerseits die Wünsche und Vorstellungen des jeweiligen Patienten/der jeweiligen Patientin sowie dessen/deren Gesundheitszustand.

Unabhängig von einer Operation ist ein Sprechstundentermin in unserer Anästhesiologie auch dann sinnvoll, wenn Sie chronische Schmerzen haben und sich über die Möglichkeiten einer Schmerztherapie informieren möchten.

Anästhesiemethoden

Je nach Eingriff, der eine Narkose nötig macht, stehen verschiedene Anästhesie-Verfahren zur Verfügung.

Die als Vollnarkose bekannte Methode ist heute sehr sicher und schonend. Intravenös verabreichte Medikamente bewirken einen künstlichen Schlaf und völlige Schmerzfreiheit. Während der Anästhesie werden Atmung, Kreislauf, Herzfunktion und Schlaftiefe kontinuierlich überwacht.

Oft reicht es aus, nur einen Teil des Körpers zu betäuben. Um die Nerven an den relevanten Körperstellen temporär auszuschalten, wird das Medikament unter Ultraschallkontrolle lokal eingespritzt. Da das Anästhetikum auf diese Weise nicht in den ganzen Organismus gelangt, gilt die Methode als sehr sicher.

Eine Kombinationsanästhesie vereint die Vorteile einer Vollnarkose und einer Regionalanästhesie, wodurch wir eine optimale Balance zwischen Sicherheit, Komfort und Schmerzbehandlung erreichen.

Ein Lokalanästhetikum wird in der Höhe der Lendenwirbelsäule injiziert und gelangt so in den Hirnwasserraum. Die Signalübermittlung wird in den vom Rückenmark ausgehenden Nerven gehemmt, sodass das sympathische Nervensystem, die Sensibilität und die Motorik der unteren Körperhälfte temporär blockiert werden. Sie verspüren ein Wärmegefühl in den Beinen und können diese schon bald nicht mehr oder nur noch eingeschränkt bewegen. Die Wirkung hält einige Stunden an.

Spritzt der Anästhesiearzt das Narkosemittel nahe am Rückenmark, verspürt die Patientin von der gewünschten Höhe an abwärts keine Schmerzen und kann für die Zeit der Betäubung die unteren Gliedmassen nicht bewegen. Er bleibt jedoch bei vollem Bewusstsein und ist zu jedem Zeitpunkt kommunikationsfähig. Wünscht es der Patient, kann zur Abschwächung der Nervosität rund um die Operation zusätzlich ein Beruhigungsmittel abgegeben werden, sodass er bereits vor dem Eingriff in einen angenehmen leichten Schlaf fällt.

Eine besondere Form der Periduralanästhesie (PDA) ist die sogenannte Walking-PDA zur Verringerung der Wehenschmerzen. Ein zusätzlich verabreichtes Opioid ermöglicht, das Anästhetikum schwächer zu dosieren. Während der Geburt eingesetzt, lindert die Walking-PDA zwar die Wehenschmerzen, schaltet jedoch die Beweglichkeit und Kraft in den Beinen nicht aus.

Ablauf

Im Rahmen der Prämedikationsvisite legt die Anästhesieärztin/der Anästhesiearzt das geeignete Anästhesieverfahren in Absprache mit Ihnen fest. Dazu informiert sie sich über Ihren Gesundheitszustand und bespricht mit Ihnen allfällige Fragen oder Sorgen rund um die Narkose. Zur Vorbereitung des Gesprächs erhalten unsere Patientinnen und Patienten einen Aufklärungsbogen und ein Informationsblatt.

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie mindestens sechs Stunden vor der Operation nicht mehr essen. Dies bedeutet meist, dass Sie am Operationstag das Frühstück auslassen sollten. Jedoch dürfen Sie bis zwei Stunden vor dem Eingriff klare Flüssigkeiten (Tee, Wasser) trinken. Medikamente sollten nach Absprache mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen werden.

Nach einem Eingriff dürfen Sie für 24 Stunden nicht mehr aktiv am Strassenverkehr teilnehmen oder an Maschinen arbeiten. Lassen Sie sich von Angehörigen bringen und abholen.

Weitere Informationen: 

Kontakt

E-Mail

Unsere Fachpersonen

Dr. med. Daniela Gresch

Dr. med. Daniela Gresch

Chefärztin Anästhesiologie
CV

Dr. med. Damir Hren

Dr. med. Damir Hren

Stv. Chefarzt Anästhesie
CV

Marco Fetzer

Marco Fetzer

Leitender Arzt Anästhesie

Dr. med. Kristina Lenz

Dr. med. Kristina Lenz

Oberärztin mbF Anästhesie

Dr. med. Cristian Pintea

Dr. med. Cristian Pintea

Oberarzt mbF

Monika Tzimopoulos

Monika Tzimopoulos

Oberärztin mbF Anästhesie

Dr. med. Stephanie Varga

Dr. med. univ. Stephanie Varga

Oberärztin mbF
CV

Urs Rimle

Urs Rimle

Bereichsleiter Anästhesie